Kampagne Optimierung von Heizungsanlagen
Zielgruppen: Ein- und Mehrfamilienhausbesitzer,
Wohnungswirtschaft,
Öffentliche Auftraggeber
Beteiligte: Wohnungswirtschaft, Handwerkskammern, Baukammer
Heizungsanlagen sind häufig überdimensioniert und schlecht geregelt,
es fehlt der hydraulische Abgleich. In Berlin und Brandenburg sind
bereits viele Gebäude modernisiert oder teilmodernisiert, so dass
die Durchführung umfangreicher Modernisierungsmaßnahmen im Rahmen
des KfW-CO2-Gebäudemodernisierungs-Programmes nicht
durchgeführt werden können. Durch geringinvestive Maßnahmen an der
Heizungsanlage kann eine Energieeinsparung von 15-30 % erzielt
werden. Wir wollen durch die Kampagne Bauherren zu solchen Maßnahmen
motivieren. Zur Umsetzung der Kampagne werden wir für die o.a.
zielgruppentechnische Fachgespräche, Workshops, Messungen an
Beispielobjekten, Erarbeitung einer Musterausschreibung u.a.
durchführen.
Allianz für Anlageneffizienz (ALFA)
Das Ende 2007 begonnene
Projekt ALFA hat zum Ziel, mit geringinvestiven Maßnahmen die
Effizienz von Heizungsanlagen in Wohngebäuden zu verbessern. Dabei
werden unterschiedlichen Strategien und Techniken eingesetzt und auf
Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit untersucht. Unter Federführung
des Verbandes
Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen BBU haben sich
namhafte Hersteller von Heizkesseln, Pumpen und anderen Komponenten,
Messdienstunternehmen, Handwerkskammer und Innung SHK sowie
Planungsbüros zusammengeschlossen. Mehr als 20 (überwiegend bereits
modernisierte) Objekte von BBU-Mitgliedsunternehmen sollen
beispielhaft optimiert werden – mit verschiedenen Analysemethoden
und innovativen Produkten und Technologien. Die Projekte werden nach
Umsetzung der Maßnahmen vergleichend ausgewertet. Aufbauend auf den
der Projekterfahrungen werden unter Leitung der SHK-Innung
Weiterbildungsmodule für Handwerker und Mitarbeiter der
Wohnungsunternehmen entwickelt.
Eine wissenschaftliche Begleitung des Projektes hat die TFH Berlin
übernommen. Zwei Diplomarbeiten wurden bereits fertig gestellt. Die
Koordinierungsstelle der Initiative unterstützt den BBU bei der
Organisation des ALFA- Projektes.
Lüftung und Luftqualität in energetisch sanierten Gebäuden“
Ziel: Informationsvermittlung und Verbesserung, der Qualität von energetischen Sanierungsmaßnahmen, Vermeidung von Bau- und Gesundheitsschäden.
Zielgruppen: Bauherren, Architekten, Ingenieure, Handwerker.
Beteiligte: Architektenkammer, Baukammer, Handwerkskammern, Wohnungswirtschaft
Aufgrund der Anforderungen der EnEV werden Gebäude immer stärker
gedämmt und luftdichter ausgeführt. Dies erfordert größere Sorgfalt
in Konstruktion und Ausführung und führt zu neuen Anforderungen
an Nutzung und Betrieb von Gebäuden.
Die Themenfelder Lüftung, Lüftungskonzept (gem. DIN 1946-6)
und Luftqualität finden derzeit noch nicht die notwendige Beachtung
durch die am Bau Beteiligten. Den Fachplanern ist dies bewusst,
doch sie werden von Bauherren, Architekten und ausführenden Betrieben
häufig nicht oder nicht rechtzeitig hinzu gezogen bzw. beauftragt.
Infolge dessen und auf Grund des durch hohe Energiepreise angetriebenen
Sparwillens der Nutzer ist eine Zunahme von Bauschäden wie Schimmelbildung
zu beobachten.
Bei EnEV-gerechter Sanierung öffentlicher Gebäude wie Schulen, Kindergärten
etc. führt die Missachtung der Lüftungsproblematik hingegen weniger zu
Bauschäden als zu unhaltbar schlechten lufthygienischen Bedingungen
und folglich Befindlichkeitsstörungen.
Kampagne für eine „Qualifizierte Energieberatung – vierstufiges Verfahren“
Zielgruppen: private und öffentliche Bauherren.
Beteiligte: alle Partner der Initiative
Nac
h derzeitigem Verfahrensstand können Energieausweise durchaus als Motivationsinstrumente angesehen und eingesetzt werden. Allerdings kann der Verbraucher/Kunde nur sehr grobe, unbestimmte und allgemeine Spar- bzw. Sanierungsempfehlungen erwarten. Für eine im Hinblick auf Bauphysik, Tücken des Objektes, Aufwand, Kosten abgewogene und qualifizierte Beratungsleistung wird auch in Zukunft mindestens die Qualität der Vor-Ort-Beratung (gefördert durch die BAFA) – und damit eine zweite Beratungsstufe - erforderlich sein. Dieses Vorgehen soll mit den Anforderungen der Förderung durch die BAFA abgestimmt werden.
In einer dritten Stufe sollte den Bauherren empfohlen werden, das
Objekt durch erfahrene Fachplaner, in technischer und
wirtschaftlicher Hinsicht optimiert, planen zu lassen. Den dafür
entstehenden Kosten stehen eine einwandfreie Funktion und
Kosteneinsparungen während der Lebensdauer des Objektes gegenüber.
Die Stufen in Kürze:
| Energiepass | als Motivation und Hinweis |
| Vor-Ort-Beratung | als qualifizierte Empfehlung |
| (Fach-)Planung | als ausführbare Maßnahmenplanung |
| Ausführungskontrolle | als Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle |
Verbesserung der Finanzierungs- und Förderungsbedingungen für die
Energetische Modernisierung
Zielgruppen:
Ein- und Mehrfamilienhausbesitzer, öffentliche Auftraggeber
Beteiligte:
DGB, Architektenkammer, Banken, Wohnungswirtschaft
Probleme bei der Finanzierung und Besicherung behindern
häufig die Investitionsentscheidung für die energetische
Gebäudemodernisierung. In Kooperation mit Kreditinstituten und
Investorenvertretern sollen für die Region umsetzbare Lösungen zur
Beseitigung von Hemmnissen bei der Finanzierung von
Energiesparmaßnahmen erarbeitet werden. Einbezogen werden sollen die
Risikominimierung und Wertermittlungsverfahren.
Kampagne „Nachhaltige Umgestaltung von Wohngebäuden –
Energetische
Zielgruppen: Ein- und Mehrfamilienhausbesitzer
Beteiligte: Architektenkammer, Handwerkskammern, Banken,
Wohnungswirtschaft
Bauherren in einer immer älter werdenden Gesellschaft stehen vor der
Frage, wie ihre Liegenschaften für die nächsten Jahrzehnte
nachhaltig entwickelt werden können. Dabei sind geringe
Betriebskosten ebenso eine Forderung wie barrierearme Gestaltung.
Einfamilienhausbesitzer mittleren Alters sind davon selbst
betroffen, Eigentümer von Mietshäusern müssen die Vermietbarkeit
ihrer Objekte sichern. Wir werden dafür im Rahmen des Projektes ein
Workshopmodul zur Beratung der o.a. Zielgruppen entwickeln und
testen, das anschließend mit unterschiedlichen Teilnehmergruppen in
Berlin und Brandenburg wiederholt werden kann.
Ziel:
Verbesserung der Qualität bei der Umsetzung von Energiesparmaßnahmen,
Abstimmung von Verfahren zwischen den beteiligten Akteuren un den
Bundesländern Berlin und Brandenburg
Zielgruppen:
Bauherren, Planer, Baubetriebe
Beteiligte:
Alle Partner der Initiative
Für den Erfolg der in der EnEV vorgesehenen Maßnahmen zur
Energieeinsparung ist eine qualitätvolle Umsetzung ausschlaggebend.
Die Kontrolle über den Vollzug der Energiesparverordnung liegt
in der Verantwortung der einzelnen Bundesländer.
Die Länder Berlin und Brandenburg haben Instrumente zu diesem
Zweck entwickelt (EnEV DVO, Fachunternehmererklärung)
die sich nun in der Praxis bewähren müssen.
Die in der Initiative vertretenen Kammern und Verbände
wollen sich aktiv an diesem Prozess beteiligen.
Kooperation mit den Ausbildungszentren der Handwerker
Zielgruppen:
Facharbeiter, Meisterschüler, Techniker, Lehrlinge, technische
Fachkräfte der Immobilienwirtschaft
Beteiligte:
Ausbilder der Innungsfachschulen, Handwerkskammern,
Wohnungswirtschaft, Betriebsräte, Jugendausbildungsvertretungen
Aus der Umsetzung der Kampagnen wie z. B. der Kampagne
Heizungsoptimierung haben sich Kooperationsbeziehungen an
fachlich-inhaltlichen Themen ergeben. Dabei geht es um die
Verbesserung des Stellenwerts von Energieeffizienz und Qualität in
Ausbildung und betrieblicher Praxis des Handwerks, den Einsatz
innovativer Techniken zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie
die Demonstration von Ausbildungsstand und vorbildlicher
Handwerkstechnik auf Fach- und Publikumsmessen.
Modernisierung und Wohnen 50 plus“
Gemeinsame Aktivitäten zur Qualitätssicherung bei der Umsetzung der EnEV
